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Mental Models Informing Interface Design: Evaluation of a Method Applied in the Redesign of a Multiserver Managing Tool

Masterarbeit von Amelie Piepenbring

Die Untersuchung mentaler Modelle komplexer technischer Systeme reicht zurück bis in die Anfangszeit der Entwicklung von Computern. Mentale Modelle sind Repräsentationen eines Gegenstandes oder eines Prozesses im Bewusstsein eines Lebewesens. Sie bestehen aus den relevanten Komponenten eines Systems und einer Vorstellung wie diese zusammenwirken. Wie verstehen Nutzer derart komplexe technische Systeme und was kann man aus den mentalen Modellen der Nutzer für die Gestaltung ebendieser Systeme ableiten?

Im Zentrum dieser Arbeit steht eine Software, welche basierend auf den Technologie der Hardwarevirtualisierung das Management mehrerer virtueller Maschinen ermöglicht. Diese Software soll einer Neugestaltung unterzogen werden. Hierbei sollen die mentalen Modelle der Nutzer Berücksichtigung finden. Mögliche Veränderungen im System können sein: Veränderung der Abläufe und der Menüdarstellung, Integration neuer Funktionen und Umbenennung der Komponenten. Für die Erhebung mentaler Modelle stehen eine Vielzahl an Methoden bereit, wie beispielsweise Card Sorting und Strukturlegetechniken. Diese Methoden sind jedoch zumeist auf die Beantwortung spezifischer Fragestellungen ausgelegt und eignen sich nicht zur Anwendung im Rahmen einer Anforderungsanalyse.

Diese Arbeit orientiert sich methodisch an vorangegangenen Arbeiten, die das Ziel verfolgten die mentalen Modelle von Nutzern ganzheitlich abzubilden. Die angewandte Methode besteht aus einem ausführlichen Interview mit dem Probanden zum Verständnis des technischen System und einer anschließend durchgeführten Strukturlegetechnik, in der die für den Probanden relevanten Komponenten in Beziehung gesetzt werden sollen. Es soll erforscht werden, ob mit der vorgeschlagenen Methode folgende im Zusammenhang mit der Gestaltung relevante Fragen beantwortet werden können: Welche sind die für die Probanden relevanten Komponenten des Systems? Welche Beziehungen werden zwischen den Komponenten hergestellt? Die Analyse erfolgt zunächst durch eine Blickdiagnose, im Anschluss werden die erstellten Schemata einer Netzwerkanalyse unterzogen.

Die Methode ermöglicht Einschätzungen über die Relevanz von einzelnen Systemkomponenten und über geeignetes Wording dieser Komponenten. Eine Gruppierung der Systemfunktionen lässt sich ebenfalls ableiten. Insofern stellt die Methode eine offenere Alternative zum Card Sorting dar. Außerdem ermöglicht sie die Erfassung von weiteren Funktionen, die sich Nutzer des Systems wünschen und deren Integration ins System.

Die Methode ist jedoch nicht ausgelegt für die konkrete Ausgestaltung der Prozesse eines Systems, sondern kann Entwickler und Designer lediglich bei der Gestaltung von Prototypen für das eingehendere Testen informieren. Vor- und Nachteile der Methode, sowie Möglichkeiten der Standardisierung und Vereinfachung der Auswertung werden diskutiert.

 

 

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